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30/09/2022
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Corona-Krise II. Konferenz

Quellennachweis für redaktionelle Verwendung: photocosmos1 / Shutterstock.com

Nader Mohamed fragt den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und den Direktor des Robert-Koch-Instituts Lothar H. Wieler

Eine Frage an Herrn Spahn und eine Frage an Herrn Wieler: Herr Spahn, zur Chronologie der Krise, Sie waren hier in diesem Saal am 11.03.2020 im Beisein der Kanzlerin und von Professor Wieler und ich persönlich habe Sie gefragt über eine komplette Abriegelung wie in Italien oder ähnliche Maßnahmen, damals waren es 1966 angemeldete Infektionen, jetzt reden wir von 113000, jetzt im Nachhinein, finden Sie nicht, dass die Regierung zu lange gezögert hat mit den Maßnahmen?

Und Frage an Herrn Wieler, damals habe ich auch noch gefragt bezüglich der Unterstützung, werden Sie gut von der Regierung unterstützt? Das bedeutet, haben Sie mehr Stellen, Budgeterhöhung, Personalaufstockung, oder ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein?

Antwort (Jens Spahn): Also zum Ersten, haben wir bis heute keine völlige Abriegelung in Deutschland gemacht, um das auch mal zu sagen, wir haben Maßnahmen ergriffen, die im öffentlichen Leben für viele eine Einschränkung sind, ja, aber wir haben nicht irgendwie das ganze Land völlig abgeriegelt und alles lahm gelegt und keiner darf mehr auf die Straße treten, das ist ein qualitativer Unterschied zu dem, was Sie gerade in der Fragestellung beschrieben haben, darauf lege ich schon … schon wert, gleich wohl haben wir eine Dynamik, gerade in der zweiten Märzhälfte, miteinander erlebt, sowie in den Infektionszahlen, als auch eben in den daraus folgenden Maßnahmen, die ergriffen worden sind. Das steht ja außer Frage und das wird natürlich immer aus der Lage und den Erkenntnissen und der Dynamik angepasst werden müssen, die Entscheidung steht auch außer Frage. Also wenn ich manchmal heute lese, wer immer schon wann was alles gewusst hat, dann bin ich neidisch.

Kommentar: Aber das kam erst am 23.3. und in Bayern am 20.3, diese Kontaktbeschränkung, wir reden dazwischen von 12 Tagen.

Antwort (Jens Maier): 12 Tage sind in dieser Zeit erstens eine lange Zeit und zweitens lege ich nochmal Wert darauf, dass auch die Kontaktbeschränkung, die es in bestimmten Bundesländern in Deutschland gibt, ein qualitativer Unterschied sind zu dem Szenario, das Sie in Ihrer ersten Frage beschrieben haben.

Antwort 2 (Lothar Wieler): Ja, also ich habe zwei gute Nachrichten für Sie, der eine Nachricht ist, ich werde sehr gut von der Politik unterstützt und die zweite Nachricht, das was wir an Unterstützung bekommen, ist kein Tropfen auf den heißen Stein, sondern ein schöner warmer Regen.

Quelle:

#NewsUpdate Live #COVID19 | #Spahn and #RKI chief update on coronavirus spread in Germany | 09.04.2020

https://www.youtube.com/watch?feature=share&v=sTIrDDgwBF0&app=desktop

(ab 1:15:10)

Quellennachweis für redaktionelle Verwendung: photocosmos1 / Shutterstock.com

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