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25/05/2022
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P. Werner: Ostdeutsche Sparkassenstiftung mitfinanziert die Restaurierung der Passionsdarstellungen (Stift Neuzelle)

Fotoquelle:      Stadtmarketing Magdeburg Pro News

Patricia Werner ist die Geschäftsführerin der Ostdeutschen Sparkassenstiftung

BKZ: Guten Tag, wer sind Sie?

Werner: Guten Tag, ich bin Patricia Werner, die Geschäftsführerin der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.

BKZ: Warum sind Sie hier in der Gegend (Wünsdorf in Brandenburg)?

Werner: Weil hier das Landesamt für Denkmalpflege des Bundeslandes Brandenburg arbeitet und wir bekommen heute eine Vorstellung von ganz wichtigen Restaurierungsarbeiten.

BKZ: Was für eine Vorstellung, was für ein Projekt ist das?

Werner: Es geht um die Restaurierung berühmter Passionsdarstellungen, die man im Stift Neuzelle sehen kann. Aber diese Darstellungen sind gemalt auf Holz und diese Holzdarstellungen sind in der Vergangenheit in einem sehr schlechten Zustand gewesen, weil man Holzschutzmittel darauf gebracht hat und die haben diese Holzpaneele angegriffen. Und jetzt werden sie wieder restauriert, damit die Öffentlichkeit sie wieder sehen kann.

BKZ: Und worin liegt die Wichtigkeit dieses Projektes? Was ist daran Besonderes?

Werner: Wenn man in die Geschichte zurückschaut, dann gab es immer Menschen, die nicht unbedingt lesen und schreiben konnten, die aber verstanden haben anhand von Bildern, worum es ging. Und hier ging es um die Leidensgeschichte Christi, die dargestellt worden ist in fünfzehn Bildern und diese Bilder kann man sehen. Sie sind größer als ein Mensch ist und das Besondere ist noch: Sie sind bewegt, man kann sie hin- und herschieben und dadurch hat man den Eindruck, als ist man in einem Theater, das ganze aber vor fast 300 Jahren.

BKZ: Und Sie sind beruflich hier, Sie haben was zu tun mit diesem Projekt?

Werner: Ich bin hier, um mir heute anzuschauen, wie weit die Arbeiten fortgeschritten sind, und weil ich für einige Menschen in der Vertretung dort stehe, die das Geld dafür gegeben haben.

BKZ: Welche Leute oder welche Institution ist das?

Werner: Das ist die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Ostdeutsche Sparkassenstiftung ist die Tochter aller Sparkassen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

BKZ: Aber Sie sind nicht die Einzige, die das finanziert, sondern das Geld kommt auch aus anderen Töpfen, stimmt’s?

Werner: Wir könnten das gar nicht allein schaffen. Da müssen viele mit an einem Strang ziehen, denn niemand hat dieses Geld, um das auf einen Schlag machen zu können. Wir reden hier über Summen, die sich in einem sechsstelligen Bereich bewegen. Genauer kann man das im Moment nicht sagen, aber vielleicht können Sie mir sagen, wieviel ein Kilometer Autobahn kostet, und dann können wir das ins Verhältnis setzen.

BKZ: Welche anderen Projekte finanziert die Sparkasse Ihrer Zuständigkeit nach in der Gegend oder in Brandenburg? Können Sie uns Highlights nennen?

Werner: Also, unsere Stiftung fördert wie gesagt nicht nur in Brandenburg, sondern auch in drei anderen Bundesländern. Es ist eine Stiftung, d.h. nicht die Sparkasse. Es ist eine Tochter der Sparkassen, die dafür da ist, dass sie Kunst und Kultur in diesen Bundesländern fördert. Und das heißt, es sind unterschiedlichste Ausstellungsprojekte, Restaurierungsprojekte, es ist  aber auch die brandenburgischen Sommerkonzerte, der Choriner Musiksommer, also viele große und kleine Projekte, dass Orgeln wieder erklingen können, dass es Kinderopern gibt und in noch anderen verschiedensten Bereichen.

BKZ: Wird das zur Entwicklung der Gegend oder dem Wirtschaftsort Brandenburg beitragen?

Werner: Auf jeden Fall, weil man nie vergessen darf, da wo Kunst und Kultur sind, kommen Menschen hin, um allein das zu sehen. Also, es geht nicht nur um die Bürger, die dort vor Ort leben, sondern um die vielen Besucher. Und da ist etwas Vergleichbares wie die Passionsdarstellungen von Neuzelle europaweit nicht gibt, kommen also Menschen aus ganz Europa und die kommen nicht nur, gucken sich das an und fahren wieder weg, sondern sie essen, sie trinken und meistens übernachten sie auch, und all das ist ein Nebeneffekt.

BKZ: Vielen Dank für Ihre Zeit, dankeschön.

Interviews geführt von Mag. phil. Nader Mohamed
verschriftet von Kirsten Mische

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