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04/10/2022
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Vermittlung Deutschlands zwischen Ägypten und Äthiopien

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Anzahl der berufstätigen Flüchtlinge

Frage: Über die Rolle Deutschlands in der Vermittlung zwischen Ägypten und Äthiopien. Gestern hat Herr Gabriel gesagt, dass Deutschland vermitteln wird zwischen Ägypten und Äthiopien wegen des Renaissance-Damms in Äthiopien und des Nilwassers und so weiter, wegen der Teilung des Nilwassers. Was können Sie uns dazu sagen?

Antwort 1 (Breul): Ja, ich kann Ihnen gerne dazu noch … noch Informationen nachreichen, aber im Wesentlichen geht es darum, gute Dienste anzubieten. Wie Sie wissen, ist diese Wasserfrage äußerst komplex. Da gibt es unterschiedliche Berechnungsmodelle und da sind wir schon etwas länger engagiert, mit einem Beratungsprojekt in den Parteien gute Dienste anzubieten. Also das ist das Wesentliche, wenn Sie wünschen, kann ich Ihnen noch Details nachreichen.

Frage: Zum Bundesministerium für Arbeit, dank der Flüchtlingskrise kamen hierher etwa 900.000 oder mehr Flüchtlinge, darunter 200.000 Akademiker, wissen Sie ungefähr, oder gibt es einen Bericht, wie viele von den Flüchtlingen jetzt berufstätig sind, oder einen Berufseinstieg haben? Ich bin Übersetzer und ich übersetze viel für Ärzte, Ingenieure. Sie bekommen- wir bekommen Aufträge vom Jobcenter und so weiter. Wie viele von diesen Leuten sind jetzt berufstätig und beziehen keine Leistungen vom Jobcenter oder vom Arbeitsamt?

Antwort 2 (Westhoff): Ja, jetzt erwischen Sie mich auf dem falschen Fuß, ich habe die Zahlen jetzt nicht mitgebracht, die letzten Bundesagentur für Arbeit hält es, aber relativ genau und auch aktuell nach. Also die Bundesagentur für Arbeit macht einen Migrationsbericht, ich glaube jeden Monat einmal, ich stelle Ihnen den auch gerne zur Verfügung, wir können gleich die Adressen austauschen, oder ich mache das durch die Bundespressekonferenz. Ich will nur sagen, da gibt es Auflistungen für viele Menschen aus bestimmten Herkunftsländern, darunter auch die 8 Asylherkunftsländer, die 8 Länder, aus denen hauptsächlich Asylsuchende nach Deutschland gekommen sind, wie viele von denen in welcher Form von Beschäftigung sind und wie viele von denen Leistungen beziehen und welche Leistungen sie beziehen. Das wird also alles dargestellt und dokumentiert, ich habe es jetzt nur nicht so, dass ich es kurz-

Kommentar: Ich habe nur die Frage gestellt, weil wie Sie wissen, oder wie wir alle wissen, dass die Rechtsextremisten zweistellige Nummern aus dieser Flüchtlingskrise machen, also sie instrumentalisieren das und sagen, die Flüchtlinge kommen so, aber ich habe gehört, aber nicht gelesen, das 5 000 syrische Ärzte ins System eingegliedert worden sind. Und ein Arzt, der ist 100 000 Euro wert, wie Sie wissen, von 0 bis 18 Jahren sind das 50 000 Euro, die Kosten für ein Kind, und dann Medizinstudium, noch mal 50 000 Euro, also wir reden von Milliarden, die die Flüchtlinge mitgebracht haben, mit so genanntem Brain-Drain, was alle Länder wollen, die Akademiker suchen und so. Und dieses Thema benutzt die Bundesregierung nicht, um den Rechtsextremismus ein bisschen einzudämmen.

Antwort (Westhoff): Das würde ich so nicht unterschreiben, also es ist natürlich ein komplexes Phänomen, wer ist gekommen, Sie wissen auch, dass es nach wie vor noch Schwierigkeiten bereitet, immer genau zu wissen, wer ist wann gekommen, welche Bildungs -welchen Bildungsstandard bringen die Leute mit. Und selbst wenn sie gut ausgebildet sind fachlich, dann ist immer noch die Frage, was können sie an Deutschkenntnissen vorweisen. Es geht nicht ohne Deutschkenntnisse und von daher sind ja ganz, ganz viele Anstrengungen inzwischen darauf gerichtet, die nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge, zumal dann wenn sie eine gute Bleibeperspektive haben, hier in den Arbeitsmarkt zu integrieren, mit Sprachkursen zu versorgen, so dass sie jedenfalls rudimentäre Deutschkenntnisse erwerben können. Denn ohne das helfen auch die besten beruflichen Qualifikationen nichts und von daher würde ich schon sagen, dass man sich in den letzten 2 Jahren da sehr, sehr stark bemüht hat darum, erstens konkret was zu tun, um diesen Anschluss an den Arbeitsmarkt und damit in die Gesellschaft zu gewährleisten, und andererseits auch das darzustellen und zu sagen „Seht her, wir haben hier einen Zugang von Flüchtlingen, von denen sind ganz viele noch nicht so weit, dass sie nahtlos Anschluss finden an den deutschen Arbeitsmarkt, aber wir tun vieles, um es zu gewährleisten.“ Und das wird auch dargestellt, die Bundesagentur für Arbeit ist da sehr aktiv, viele andere Stellen auch, die Bundesregierung erzählt auch was darüber, deshalb würde ich das nicht ganz unterschreiben, wenn Sie jetzt sagen, wir machen da zu wenig Wind drum, oder wir dokumentieren das nicht deutlich genug, dass bei den Flüchtlingen auch viele dabei sind, die eben was mitbringen und die das hier einsetzen möchten und mit sehr viel Engagement dabei sind.

Quelle:

28.08.2017 -Komplette Bundespressekonferenz

(5:50 & 48:30)

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