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05/10/2022
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Die FDP zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Quelle: FDP

Nader Mohamed (Berliner Kriminalitätszeitung):
Nader Mohamed, Berliner Kriminalitätszeitung. Meine Frage ist an Herrn Lindner. Also, die Chemie zwischen der FDP und der Union stimmt. Auch zwischen Ihnen und Herrn Laschet, Sie haben ihn auch unterstützt bei den Parteivorsitzenden. Wie sieht es auf Landesebene aus? In Sachsen-Anhalt, betreffend einer Koalition oder Sondierungsgesprächen. Werden Sie ein bequemer Partner oder hat Ihre Partei Punkte, die unverhandelbar sind und Sie werden auch hart sein? Oder werden Sie jetzt die Grünen in Sachsen-Anhalt ablösen als Koalitionspartner? Danke.

Christian Lindner (Fraktionsvorsitzender FDP):
Also, was den Bund angeht, haben Sie zutreffend beschrieben, dass, äh, wir in einem, äh, sportlichen aber fairen Wettbewerb zur Union stehen und dass wir mit dem Kanzlerkandidaten der CDU in Nordrhein-Westfalen ja seit 4 Jahren sehr erfolgreich und sehr partnerschaftlich, äh, regieren. Wir haben seinerseits übrigens auch einen sportlichen Wahlkampf gegeneinander geführt 2017. Seinerzeit war ja Herr Laschet Spitzenkandidat der Union, ich durfte meine Partei in die Landtagswahl führen. Das ging sehr sportiv zu, da hat sich keiner der beiden etwas geschenkt. CDU hat bisweilen vor der Wahl der FDP gewarnt, weil eine Stimme für Christian Lindner eine Stimme für Hannelore Kraft sei, so ließ sich die CDU seinerzeit ein und die Kacheln sind auf Facebook noch zu sehen. Das gehört dann eben vielleicht mal zur Rustikalität von Wahlkämpfen dazu, aber das Verhältnis ist dennoch nicht belastet. Was die Situation in Sachsen-Anhalt angeht, dazu kann nur Lydia Hüskens Stellung nehmen.

Lydia Hüskens (amtierende Landesvorsitzende FDP Sachsen-Anhalt):
Ja, ähm, erstmal das vorläufige Endergebnis gibt momentan zwei Möglichkeiten, äh, eine Regierung zu bilden. Das eine ist eine schwarz-rote Regierung, das heißt, ich gehe davon aus, erwart ich jetzt einfach, dass der Ministerpräsident mit seinem bisherigen sozialdemokratischen Koalitionspartner sprechen wird, ähm, dann werden wir schlicht und ergreifend nicht benötigt, weil die beiden haben eine Mehrheit zusammen. Ähm, sollte das aus irgendwelchen Gründen nicht funktionieren, gibt’s nur noch eine andere Option in Sachsen-Anhalt, äh, das wär eine Jamaika-Koalition, so wie’s die in Schleswig-Holstein gibt. Äh, was die Frage der Zusammenarbeit anbelangt mit den Christdemokraten, wir haben von 2002 bis 2006, da war ich auch damals mit dabei sehr erfolgreich mit der CDU zusammen in Sachsen-Anhalt regiert, haben das Land unglaublich vorangebracht. Ähm, ich kenn einen Großteil der Damen und Herren, die heute aktiv in der CDU sind, also wir arbeiten da kollegial zusammen. Aber uns ist natürlich auch immer bewusst, wir sind im Wettbewerb, äh, und von daher gibt’s dann auch ne Grenze der kollegialen Zusammenarbeit.  

Interview geführt von Mag. phil. Nader Mohamed
verschriftet von Annabell Cassel

(ab 17:12)

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