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29/09/2022
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Die landeseigene Gesellschaft Visit Berlin als starker Partner für Tourismus in Reinickendorf

Foto Copywright: Emilio Esbardo

Uwe BROCKHAUSEN, Reinickendorfs ganz neuer Bürgermeister (SPD)
Gudrun SACK, Geschäftsführerin der Tegel Projekt GmbH / Urban Tech Republic

Ewald König: Der Österreichische Journalist und Träger des Papst-Johannes-XXIII.-Preises und des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich

BKZ:

Herr Brockhausen! Sie sind in Reinickendorf geboren, Ihr Hobby ist Geschichte und Spazierengehen und Sie engagieren sich auch bei Tourismusverein Berlin-Reinickendorf e.V. Und es gab hier vor der Coronazeit eine Initiative „Out of the Ring“, also Tourismus außerhalb von diesem Ring-Bahn, stattfinden soll? Also die Frage ist nicht nur für Sie, auch für die Runde. Sie alle können auch auf die Frage antworten. Wie können Sie all diese Projekte, die Natur dort, die Radwege, das Grüne, das Wasser, ..etc. für die Tourismusbranche als Profit oder als Pluspunkt für die Region einsetzen?

Brockhausen:

Also das ist unser Ziel, Reinickendorf noch ganz anders in das Bewusstsein auch von Tourismus – übrigens eines nachhaltigen Tourismus – zu bringen. Wir sind ja auch in Berlin mit einem neuen Tourismuskonzept unterwegs. Wir wollen auch den nachhaltigen Tourismus insoweit fördern, als dass wir auch Gäste, die beispielsweise aus anderen Bezirken der Stadt oder auch aus Brandenburg kommen, wirklich als Gäste und Touristen auch wahrnehmen. Und Reinickendorf hat sehr viele Vorzüge. Denken Sie beispielsweise an die Greenwichpromenade, das ist die schönste Promenade, die Berlin zu bieten hat. Aber viele Menschen wissen das noch nicht, darüber müssen wir mehr sprechen.

Und ich freue mich sehr darüber, dass wir mit Visit Berlin einen starken Partner .. das ist ’ne landeseigene Gesellschaft, die uns auch unterstützen mit vielen Projekten und ich möchte – gerne auch mit Visit Berlin zusammen – weitere Projekte für Reinickendorf anstoßen und wir müssen auf die Stärken von Reinickendorf – Herr Zürn hatte ja angesprochen – auf die Kultur, Humboldt-Bibliothek, als ein Beispiel zu nennen, die Humboldt-Brüder, das Schloss, was wir alles an Dingen haben, da würden manche Städte sozusagen ganz stolz, aber bisher hat man noch nicht in ausreichendem Maße darüber gesprochen und auch nicht darüber geworben, und das wird unsere Aufgabe sein auch als Kommunalpolitiker, im Kleinen und im Großen immer wieder darauf hinzuweisen, wie schön unser Bezirk ist.

Und ja, gerade was Sie angesprochen haben auch mit Fahrradfahren im Bezirk: Reinickendorf ist ein Bezirk, der sich durch Vielfältigkeit auszeichnet. Sie haben Wasser da, Sie haben Grün, Sie haben aber auch urbane Qualitäten, wo man schön einkaufen und essen gehen kann, und das mit dem Fahrrad zu erschließen ist eins meiner Hauptziele, das muss ich sagen. Deswegen hab’ ich auch in der letzten Legislaturperiode schon mit Bundesmitteln gefördert einen Radweg, eine Radroute rund um den Tegeler See ausweisen lassen, einfach damit die Menschen auch per Fahrrad diesen Bezirk kennen lernen, da gibt’s verschiedene Stationen, wo sie sich dann auch informieren können.

Und da sind bestimmte Anziehungspunkte auch gewählt worden bei dieser Radroute, wo sie sich über den Bezirk informieren können. Und wir haben dort auch beispielsweise mit Fahrradverleihern Kontakte auch geknüpft, dass auch Touristen, die ohne Fahrrad in den Bezirk kommen, durchaus die Möglichkeit haben, diese Radroute zu benutzen und eben auch Reinickendorf kennen zu lernen. Und das soll natürlich auch weitergehen. Ich möchte nicht nur ’ne schöne Radroute um den Tegeler See – ich denke, das ist sicherlich einer der attraktivsten Bereiche von Reinickendorf – sondern das soll auch weitergehen: Wir wollen Reinickendorf nachhaltig touristisch aufrüsten.

Und das wird natürlich auch ’ne ganz enge Partnerschaft erfordern mit Visit Berlin, der landeseigenen Tourismusgesellschaft. Und ich verrate bestimmt kein Geheimnis hier in der Runde, dass gerade durch die Pandemie die Tourismuswirtschaft natürlich sehr gelitten hat. Und da muss natürlich auch im Bezirk Reinickendorf Wiederaufbau geleistet werden. Da möchte ich die Netzwerkarbeit mit den touristischen Akteuren verstärken und es wird einer meiner Hauptarbeitsschwerpunkte sein –  in den nächsten Monaten und auch Jahren, muss ich sagen – dass auch die eigenen Akteure, die eigenen Hotels, die eigenen gastronomischen Betriebe einfach erkennen, wie schön Reinickendorf ist und dass man miteinander auch in dieser Branche viel mehr erreichen kann, als wenn jeder nur für sich denkt und deswegen werd’ ich auch vor allen Dingen Netzwerkveranstaltungen und entsprechende Formate in Reinickendorf weiter anbieten, um hier den Bezirk touristisch weiter voranzubringen.

Ewald König: Möchte noch jemand weiteres etwas sagen?

Sack: Ich möchte noch etwas ergänzen zu Herrn Brockhausen. Also auch wir werden diese internationalen Fahrradschnellwege haben, die wir dann natürlich in das Gesamtsystem einbetten, also da auf eine gute Zusammenarbeit! Und wir arbeiten jetzt, weil wir ja soviele technische Dinge haben, die vielleicht dann doch auch touristisch interessant sind, arbeiten wir derzeit mit Studenten der Hochschule Eberswalde zusammen. Da gibt’s so einen Lehrgang „nachhaltigen Tourismus“, also: Wie könnte Tourismus auch anders sein? Und da überlegen wir uns auch Konzepte für Tegel. Was für Leute kommen da? Also das wird ein ganz bestimmtes Fachpublikum sein, aber die kommen wollen, sich vielleicht dieses Modellquartier anzugucken. Wie wird das ins Quartier integriert? Also wir versuchen das auch nochmal zu unterstützen, was sie vorhaben.

Interview geführt von Mag. phil. Nader Mohamed
verschriftet von Kirsten Mische

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