Folgen Sie uns auf:
27/09/2022
HomeBundesebeneBRDOlaf Scholz: Nord Stream 2 war ein gescheitertes Überzeugungsmittel gegen Kriegsausbruch

Olaf Scholz: Nord Stream 2 war ein gescheitertes Überzeugungsmittel gegen Kriegsausbruch

Nader Mohamed mit dem Bundeskanzler im Garten des Bundeskanzleramts

Am 10. September 2021 war der Bau der 1.416 km langen Pipeline Nord Stream 2 abgeschlossen und am 29. Dezember 2021 wurden auch die Test-Befüllungen abgeschlossen. Nord Stream 1 und Nord Stream 2 haben nach Angaben von Gazprom jeweils eine nominelle Transportkapazität von 55 Mrd. Nm³ pro Jahr, das entspricht etwa 550 TWh/a oder 63 GW Heizwert Dauerleistung. Das Investitionsvolumen für den Bau der Pipeline Nord Stream 2 wurde auf etwa 9,5 Milliarden Euro geschätzt.

Am 22. Februar 2022 gab Bundeskanzler Olaf Scholz in Reaktion auf die russische Aggression gegenüber der Ukraine bekannt, dass die dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz unterstellte Bundesnetzagentur vorerst keine Zertifizierung ausstellen werde, und somit das Genehmigungsverfahren für Nord Stream 2 bis auf weiteres aussetze. Die Lage müsse nun neu bewertet werden.

Zum Thema Nord Stream 2 als Überzeugungsmittel gegen einen Kriegsausbruch führte die Berliner Kriminalitätszeitung mit dem Bundeskanzler Olaf Scholz im Garten des Bundeskanzleramts am Tag der offenen Tür folgendes Gespräch:

BKZ: Herr Scholz, Sie haben sich mehrmals vor dem Kriegsausbruch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffen und ihn angerufen. Haben Sie versucht, ihn mit der Betriebsaufnahme der Pipeline Nord Stream 2 vom Krieg abzuhalten?

Bundeskanzler Olaf Scholz: Ja, das war ein Thema unserer Gespräche, aber er wollte den Krieg.

Bundeskanzleramt

Brücke zwischen dem Kanzleramt und dessen Garten

No comments

leave a comment