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30/09/2022
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Anja Karliczek über die Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Klima- und Umweltschutz

Nader Mohamed (Berliner Kriminalitätszeitung):
Nader Mohamed, Berliner Kriminalitätszeitung. Meine Frage an die Runde: Sind Sie alle zufrieden mit der öffentlichen Arbeit Ihrer Institutionen, beziehungsweise Ministerien beim Thema Klimaschutz, Umweltschutz. Also, wenn man die Klimaleugner sieht, ihre Anhänger werden immer mehr und mehr, sie streiten alles ab, dann fragt man sich oft, ob sie wirklich gute öffentliche Arbeit leisten. Der Paragraph 10 des Umweltinformationsgesetzes sieht vor, dass Sie die Öffentlichkeit über die politischen Konzepte, Pläne und Programme mit Bezug zur Umwelt aufklären. Machen Ihre Leute ihre Arbeit in der Öffentlichkeitsarbeit gut?

Anja Karliczek (Bundesministerin für Bildung und Forschung):
Äh, das sind ja zwei Dinge. Ich glaube, dass wir zum Beispiel mit der MOSAiC-Expedition, die in die Arktis – die Polarstern – in die Arktis gefahren ist und sich ein Jahr in einer Eisscholle hat einfrieren lassen, da ist ne sehr sehr gute Öffentlichkeitsarbeit gemacht wurde, um einfach das auch zu zeigen, was das bedeutet und die ersten Ergebnisse, die wir hier vor drei Wochen vorgestellt haben, haben ja auch nochmal sehr klar gemacht, dass man die – dass man sich die Erwartung, oder dass die Erwartungshaltung eigentlich noch übertroffen wurden ist im negativen Sinne, was das Schmelzen auch unserer, äh, unserer Pole angeht. Glaube schon, dass da viel Bewusstsein, gerade auch in dieser Legislaturperiode für diese Themen geschaffen wurden ist und dass wir auch finanziell, ich mein, wir müssen ja mal in die letzten Jahre gucken, mein Haushalt ist im Wesentlichen wirklich auch in diesen Bereichen gewachsen, dass es darum geht, die Forschungslandschaft so gut aufzustellen, dass wir Forschung für Nachhaltigkeit intensiv betreiben können. Alleine in dieser Legislaturperiode ist bei mir im Haus, sind wir von 2 Milliarden auf 4 Milliarden, haben wir aufgestockt in dem Bereich. Was, was glaub ich immer wieder ne Herausforderung ist, weil wir ja Forschung – Langzeitforschung – betreiben, was immer wieder eine Herausforderung ist, klarzumachen wohin führt uns das, was bringt uns das? Also, ich bin damals ins Haus gekommen und hab gesagt, wir können den Menschen eigentlich eine sehr gute Zukunftsperspektive zeigen, mit all den Forschungs-, äh, Forschungsfeldern, die wir haben. Aber, das klarzumachen ist glaub ich in dieser Legislaturperiode besser denn je gelungen und unter anderem auch durch die Expedition der Polarstern.

BKZ:
Gab es, also theoretisch, alle Umweltprofessoren sind Ihre Arbeitnehmer, ja?

Karliczek:
Hm. Ich dacht immer die Wissenschaft wär frei.

BKZ:
Ja, aber naja, Sie können Veranstaltungen finanzieren, Infostände und alles Mögliche an den Universitäten, wo mindestens die Studenten, die Studenten und ihre Familien gut über Klimaschutz informiert werden. Hat Ihr Haus genug für diese Sache, Informationskampagnen, ausgegeben? Haben Sie ein Budget für diese Sachen gemacht?

Karliczek:
Also, das Thema Wissenschaftskommunikation in verschiedenen Feldern ist uns ein ganz ganz großes Anliegen, weil wir natürlich Überzeugungsarbeit leisten müssen und weil wir auch Aufklärungsarbeit leisten müssen. Und gerade an den Universitäten, aber sogar auch für die Zivi—für die Gesellschaft im Allgemeinen ist eine Menge auf den Weg gebracht wurden. Das Thema auch in der För—in unserer Förderung, das Thema Kommunikation gleich mit zu verankern, da haben wir auch noch zwei, drei Schritte in dieser Legislaturperiode gemacht, aber man darf eins auch nicht vergessen, die Wissenschaftskommunikation ist das eine. Wir müssen aber auch die Technologien vorantreiben. Und Wissenschaft, also das, wir haben ja unterschiedliche Dinge, das eine ist die institutionelle Förderung, die dann eben auch aus den Organisationen heraus getrieben wird, die das übrigens auch kommunikativ schon sehr intensiv begleiten. Und dann ist das andere, wo wir jetzt auch die Förderung verankert haben für die Kommunikation, ist in unseren Förderprogrammen und die DFG macht Gleiches, von daher ist auch da ne Menge passiert. 

Interview geführt von Mag. phil. Nader Mohamed
verschriftet von Annabell Cassel

(ab 40:05)

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