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19/05/2022
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Dr. Ines Reichs Ansprache zum 1. Gedenktag in der Leistikowstraße

Dr. Ines Reich (Leiterin der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße):
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich begrüße Sie recht herzlich zu unserer heutigen Gedenkveranstaltung am 15. August. Wir begehen diesen Gedenktag heute zum 1. Mal. Dieses Datum, das sowohl mit der Eröffnung des Gefängnisses 1945, als auch mit dem Beginn des Gedenkens an diesem Ort fast 50 Jahre später im Sommer 1994 verbunden ist, betont die historische und die erinnerungskulturelle Besonderheit des ehemaligen Gefängnisses hier in der Potsdamer Leistikowstraße. Das Kuratorium unserer Stiftung hat daher beschlossen, dass der 15. August künftig den Inhaftierten des sowjetischen Geheimdienstes, die hier unter katastrophalen unmenschlichen Haftbedingungen leiden mussten und die zu langjährigen Haftstrafen und sogar zum Tode verurteilt wurden, als Gedenktag gewidmet wird. Ich freue mich, dass zu diesem ersten Gedenktag so viele Gäste gekommen sind und hoffe, dass wir diesen Tag in Zukunft mit vielen zivilgesellschaftlichen Gruppen, Initiativen und Partnern gemeinsam begehen können, um diesen bedeutsamen Ort von Unrecht und Unmenschlichkeit, noch stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Vielen Dank.

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