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25/05/2022
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Welchen Beitrag kann Wissenschaft & Forschung leisten? Klimaschutz & Transformation am Berliner Wirtschaftsstandort

Grußwort des regierenden Bürgermeisters von Berlin Michael Müller auf der Podiumsdiskussion „Welchen Beitrag kann Wissenschaft und Forschung leisten? Klimaschutz und Transformation am Berliner Wirtschaftsstandort“; Spreespeicher, Stralauer Allee 2, 10245 Berlin

Michael Müller:

Herzlich Willkommen, von mir ein herzliches Willkommen, wir haben Sie eingeladen, Weil Sie in den letzten Jahren unsere wichtigen Partner, Gesprächspartner Multiplikatoren waren bei Dingen die uns in Berlin sehr beschäftigt haben. Wir sind uns begegnet im Rahmen des Steuerungskreis Industriepolitik oder bei den Mobilitätsgesprächen im Roten Rathaus jetzt zuletzt auch bei der Berlin Strategie und viele von Ihnen waren ohnehin für mich auch wichtige AnsprechpartnerInnen und Ansprechpartner aus dem ganzen Umfeld der Wissenschaft und Forschung und ich hatte das Gefühl das uns dann in den letzten Jahren auch viel gelungen ist gemeinsam, vielleicht schon kann man damit anfangen das es uns gelungen ist das die Wissenschaft und Forschung deutlich stärker wahrgenommen wurde in der medialen Öffentlichkeit aber insgesamt auch in der Stadtgesellschaft sicherlich ist es auch so dass diese Corona Situation auch diese Entwicklung befördert hat, kein schönes Thema Corona aber trotzdem haben viele Menschen in den Moment erkannt wie wichtig Wissenschaft und Forschung ist und wie grundlegend wichtig.

Diese Arbeit auch ist für unser gutes, für unser gutes und in diesen Fall auch gesundes Zusammenleben, also insofern hat es mit Sicherheit auch geholfen nochmal Wissenschaft und Forschung ins Blickfeld zu rücken und ja auch eine Aufgeschlossenheit vorzufinden bei vielen Menschen die keinen direkten täglichen Zugang zu Ihrem Themen haben zu den Dingen  die uns gemeinsam am Herzen liegen, und jetzt zum Ende der Legislaturperiode einige wundern sich dann immer warum machen wir jetzt noch Veranstaltungen und warum lade ich zu den Veranstaltungen ein wo ja denn die Legislaturperiode endet und vieles neu verabredet wird.

Aber ich sage bei vielen Gelegenheiten das ist jetzt eine sehr wichtige und sehr entscheidende Phase für das was vor uns liegt, denn jetzt werden die Koalitionsverträge auf Bundes und Landesebene geschrieben und die Koalitionsverträge sind Arbeitsprogramme und wenn man jetzt nicht entsprechende Grundlagen legt bei diesen Gesprächen bei diesen Verhandlungen in diesen wichtigen Papieren taucht man in den nächsten vier fünf Jahren mit manchen Themen nicht auf und deswegen sage ich das auch Ihnen immer und vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern wir müssen gerade jetzt auch zum Ende einer Legislaturperiode bzw. Anfang einer neuen Legislaturperiode auf der Höhe der Zeit sein wir müssen uns jetzt austauschen Bündnispartner finden für wichtige Dinge der Zukunft die bewegt werden müssen an der Stelle sind wir jetzt gerade und ich hoffe sehr das will ich auch an dieser Stelle nochmal sagen das es uns vielleicht auch gemeinsam gelingt das alle die auf Bundes und Landesebene verhandeln sich mal richtig streiten um die Zuständigkeit für die Wissenschaft, denn ich erwähne es das viele sich streiten um andere Ressorts die so in der medialen Öffentlichkeit eine große Rolle spielen aber ich glaube gerade wenn es um die Zukunftsfragen unseres Landes geht und unsere Stadt geht muss es darum ein Streit geben sich diesen Zukunftsressort auch wirklich zuzuwenden und wer kann das besetzen, und mit welchen Inhalten und welchen Initiativen mit welchen finanziellen Ausstattung mit welchen Bündnispartnern, das ist jetzt wirklich eine ganz entscheidende Frage, und deswegen haben wir Sie eingeladen um zu hoffentlich genau für diesen wichtigen Diskussionsprozess für die Zukunft auch jetzt zu gewinnen.

Ja, ich freue mich sehr, dass Sie diese Einladung gefolgt sind, glaube auch das wir von Berlin aus durchaus Selbstbewusst auch Impulse setzten können und Selbstbewusst auftreten können nicht übermütig aber selbstbewusst mit den was uns in den letzten Jahren gelungen ist denn wo stehen wir. Berlin ist eine vibrierende, dynamische, kreative und moderne Stadt hier kommt Talent aus der ganzen Welt zusammen hier entstehen aus Ideen Innovationen. Der Satz könnte von mir sein, ist er aber leider nicht, sondern er ist auch nicht von Visit Berlin oder Berlin Partner, sondern der Satz ist vom Chef der WHO, und er hat ihn eben ausgesprochen anlässlich der Entscheidung der WHO hier in Berlin ein globales Zentrum zur Früherkennung und Bekämpfung der Pandemien zu etablieren, und er hat hinzugefügt Berlin ist der perfekte Ort für diesen hub dank eines starkes Forschungsumfeldes und einer besonders ausgeprägten Kultur der Kooperationen und Internationalen Vernetzung.

Ich finde ein schönes Zeugnis was uns da von anderen bescheinigt wird und wir können glaube ich auch viele andere Dinge noch hinzufügen die wirklich eine gute Grundlage auch für die Arbeit der nächsten Jahre sind. Die Förderer,Deutschen Forschungsgemeinschaft ist ein Beispiel und Berlin als Standort wirklich führend vermerkt ist insgesamt konnten unsere Forscherinnen und Forscher 830 Millionen Euro für Innovative Forschungsprojekte einwerben. Wir sind mit der Berlin University Alliance ein bevorzugter Partner an diesen Exzellent Standort auch für internationale Kooperationen, wenn man nur an Oxford denkt wir haben tatsächlich auch wieder ein Zuwachs gehabt in dieser Legislaturperiode an Studierenden über 200.000 jetzt in der Stadt 18.000 sind nochmal dazu gekommen in den letzten Jahren. Da sagen viele auch in der Politik auch in meiner Partei Naja das ist ja nicht nur schön wir müssen ja sehen wie wir damit umgehen die Menschen müssen ja irgendwo wohnen und es muss finanziert werden und für die Hochschulen ist es nicht einfach immer mehr Menschen müssen ja auch gut dann begleitet werden. Aber ich finde es ist eine positive Entwicklung, weil wir eben doch immer mehr junge kreative gute Köpfe aus der ganzen Welt nach Berlin bekommen und das sind alles Botschafterinnen und Botschafter, die sind vielleicht nur wenige Jahre hier, gehen wieder weg aber viele erinnern sich an diesen Standort und kommen dann auch zurück kommen vielleicht als Owner kommen zurück als CEO von einem Unternehmen werden her investieren und insofern Glaube ich ist auch das eine gute Entwicklung.

Wir haben im Zusammenhang mit der Pandemie glaube ich vieles sehr gutes auch sehen können im Umfeld von Wissenschaft und Forschung nämlich das wir in der wirtschaftlichen Entwicklung nicht ganz so zurückgeworfen wurden wie einige andere Länder wie einige andere Bundesländer sage ich auch an der Stelle wir haben eben auch aus dem Bereich der Ausgründung unserer Hochschulen haben wir inzwischen Startups ein Startup Umfeld muss man besser sagen mit einem Umsatz von 8,4 Mrd. in 2019 und inzwischen über 60.000 Arbeitsplätzen die in diesen Umfeld entstanden sind nicht nur in den Bereich der Digitalisierung und Gesundheit und Medizin aber sehr of gerade auch in diesem Bereich. Und auch diese kleinteilige Wirtschaftsstruktur ist nicht immer ganz einfach auch anfällig für Krisen, auf der anderen Seite haben viele von diesen Kleinen und innovativen Unternehmen diese Krise die jetzt hinter uns lag oder uns immer noch zum Teil beschäftigt eben doch sehr gut gemeistert und damit für den Wirtschaftsstandort Berlin eine wichtige Grundlage geschaffen. Also da ist uns viel gelungen und insbesondere ich habe das eben schon kurz angesprochen im Bereich Gesundheit, Medizin haben wir ganz eindeutig Stärken entwickelt.

Wir haben mir vielen Universitären und Außeruniversitären Einrichtungen eine wirklich gute Grundlage haben viel auch Bundesunterstützung bekommen, wenn man ja nur daran denkt an die neuen Initiativen zum Herzzentrum oder zum BIH natürlich das muss man auch in so einem Kreis immer wieder betonen, Glauben Sie mir nicht jede Ministerpräsidentenkonferenz macht Spaß, wenn man solche Erfolge hat. Weil da Kollegen sitzen die finden das nicht lustig, das immer mehr nach Berlin geht und das in einem föderalen System die Bundesregierung sich so eindeutig positioniert und sagt, wir wollen dauerhaft finanziell uns engagieren, das ist ungewöhnlich in unseren föderalen System aber es ist ein klares Statement und das ist kein Geschenk das muss man auch immer wieder sehen sondern es ist auch ganz klar verbunden mit einer Erwartung mit einer Zukunftserwartung an eine guten Entwicklung sonst würde es die Bundesregierung nicht machen. Weder beim Herz-Zentrum noch beim Naturkundemuseum noch beim BIH, aber es wird eben auch gesehen, dass wir hier ein anderes Potenzial haben als andere. Wichtig für den Standort Deutschland.

Aus diesem Grund bekommen wir eben auch solche Unterstützung, aber für uns in Berlin natürlich eine wichtige Voraussetzung für weitere gute Entwicklungen. Also in diesen Bereich sehr viel und auch da könnte man Seitenlang wie ich es hier auch vermerkt habe, Seitenlang könnte man gute Beispiele aufführen glaube es war vorgestern weiß es gar nicht mehr aus dem Kopf genau schon wieder anlässlich des 200. Geburtstages von Rudolf Virchow eine neue Initiative vorgestellt bekommen haben von Professor Ragnewski nämlich die Zellklinik wo in einem sehr frühen Stadium anhand der Zellstrukturen erkannt werden soll, wird welche Krankheiten möglicherweise ausbrechen könnten in Zukunft bei Menschen. Man will in diesem frühen Stadium reagieren. Da ist noch viel zu diskutieren Auf welcher Plattform wird dieses Netzwerk für diese Netzwerkklinik wirklich umgesetzt. Wie wird das finanziert, was für ein Standort, Stimmt! Da haben wir noch Haben wir noch die nächsten Monate oder Jahre gut zu tun an dieser Idee. Aber es ist gut das es ist wieder in Berlin diese Initiative gibt und wieder mit der gleichen Begründung die der WHO Chef genannt hat, Netzwerk, Kooperation, Internationalität. Das ist es wieder was auch hier der Ausgangspunkt war für diese neue Initiative.

Und nun meine Damen und Herren soll heute es vor allem darum gehen was der Klimawandel für die Wirtschaft bedeutet. Wie sieht da der notwendige Transformationsprozess aus, neben Medizin und Gesundheit habe ich gesagt aus meiner Sicht zumindest das oder andere gut gelungen ist, aber wie gehen nun mit diesem Thema um, und es wird Veränderungen geben für die Wirtschaft. Ich habe manchmal den Eindruck auch in den Diskussionen das die Wirtschaft, die Wissenschaft ohnehin aber auch die Wirtschaft schon viel weiter ist als weite Teile der Politik, dass die da schon längst erkannt haben das es diese Veränderung gibt, geben muss und sie sich mit Ihrem Unternehmen darauf einstellen muss das es da eine klare Erwartungshaltung der Bürgerinnen und Bürger gibt das diese Überzeugungsarbeit in Richtung der Unternehmen gar nicht zu leisten ist. Aber wie nun soll der Prozess wirklich aussehen damit wir unsere Klimaziele erreichen können. Mein Eindruck ist Sie werden sehen was Herr Professor Edenhofer dazu sagt in seinen Eingangsstatement. Mein Eindruck meine Befürchtung ist, wir werden unsere Ziele nicht erreichen, wenn wir so weitermachen wie bisher.

Es ist vieles gutes inzwischen verabredet worden, es wird auch selbstkritisch in der Politik darüber diskutiert wo wir schneller und besser werden müssen aber mir fehlen da oft noch die konkreten Maßnahmen, konkrete Maßnahmen wie ich sie z.B. gerade in einem anderen Bereich der Wissenschaft und Forschung und der damit  folgenden Transformation gerade genannt habe wie sieht das jetzt aus ganz konkret für die Unternehmen auf welcher wissenschaftlichen Grundlage müssen wir mit unseren Unternehmen, auch mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern was verabreden. Wir fangen glaube ich da auch nicht bei null an in Berlin, wenn man an die Initiativen von Professor Thomsen z.B. mit dem Climate Change Center haben wir eben auch wieder eine Plattform die wir nutzen können um darüber zu diskutieren wer muss welchen Beitrag leisten.

Und die Unternehmen habe ich auch schon genannt sowohl die großen wie die kleinen, die Startup Szene ist heute hier auch vertreten und wird einen Beitrag dazu leisten wie wir uns gut gemeinsam weiterentwickeln aber auch die großen Unternehmen sind ja an Bord. Siemens ist ein Beispiel dafür Siemens Energie sogar mit der Unternehmenszentrale nach Berlin gekommen. Aber auch wenn man an Mercedes denkt oder BMW denkt dann ist dieser Digitalisierungsprozess dieser Transformationsprozess im vollen Gange, und trotzdem meine Einschätzung es wird noch nicht reichen, sondern wir werden viel mehr tun müssen, wir werden mehr tun müssen vielleicht auch von Seiten der Wissenschaft, wir werden mehr tun müssen von Seiten der Unternehmen, und wir werden insbesondere mehr tun müssen von Seiten der Politik, auch vielleicht bleiben wir bei meine Beispiel Berlin und was ist uns gelungen auch vielleicht durch eine ganz klare Investitionsverabredung für die nächsten Jahre auf Bundesebene Ein Teil des Erfolges in Berlin glaube lag auch daran das wir es tatsächlich geschafft haben über einen längeren Zeitraum verlässlich zu investieren in unsere Schwerpunkte, und damit für alle Partner der Wissenschaft und Wirtschaft eine Planungssicherheit schaffen für das wir als Zielen ausgegeben haben.

Ich sehe das noch nicht so hundertprozentig auf Bundesebene um Bundesweit und ja eigentlich auch weit darüber hinaus auch mit Europäischen Partnern mindestens unsere Klimaziele zu erreichen, glaube auch da müssen wir rangehen und müssen für Verlässlichkeit und Berechenbarkeit und Planbarkeit für die nächsten Jahre sorgen, also meine Damen und Herren es ist nur ein kleiner Ausschnitt dessen was mir am Herzen lag wenn ich zurückschaue auf die letzten fünf Jahre wie gesagt ich glaube da können wir selbstbewusst auf die Berliner Entwicklung gucken aber man darf sich eben nicht zurücklehnen, sondern wir haben sowohl in den Bereichen die unsere Berliner Schwerpunkte sind weiter etwas zu tun im internationalen Konkurrenz auch und wir haben insbesondere etwas zu tun wenn wir über Klima und Umwelt reden und auch da muss unser Anspruch sein als Hauptstadt als Berliner Wissenschaft und Innovationszentrum Impulse zu setzen nicht zuzugucken was auf Bundesebene passiert sondern von hier aus von Berlin und Brandenburg, Berlin und Potsdam aus entsprechend Impulse zu setzen.

Meine Damen und Herren ich würde mich sehr freuen, wenn wir heute dazu nicht nur einen spannenden Austausch haben und eine spannende Diskussion haben, sondern insbesondere, wenn wir auch in den nächsten Jahren Bündnispartnerinnen und Bündnispartner bei diesen Themen bleiben, dann wie gesagt wir haben viel zu tun, aber es kann auch wirklich Grundlage für eine weitere hervorragende Entwicklung unserer Stadt sein. In diesem Sinne ein großes Dankeschön für Ihr bisheriges Engagement, ein großes Dankeschön für Ihr Kommen und weiterhin alles Gute für die Zukunft.

Aufgezeichnet von Mag. phil. Nader Mohamed

Verschriftet von Tilo Nottebrock

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